Um erste Schritte in der digitalen Infrarot-Fotografie zu machen, muß man nicht unbedingt viel Geld für IR-Filter ausgeben. Hat man eine kompakte Digitalkamera zur Verfügung, braucht man nur noch eines: unbelichteten, entwickelten Diafilm.
Diesen kann man sich - falls man keine Reste mehr im Foto-Schuhkarton hat - ganz einfach besorgen: Diafilm kaufen, zum Entwickeln geben und ankreuzen, daß er nicht gerahmt oder geschnitten werden soll.
Hat man das Material nun zu Hause, schneidet man sich 2 Stücke ab, die das Objektiv vollständig bedecken (dies ist auch der Grund warum das ganze nicht mit den größeren Objektiven der SLR's funktioniert).
Diese zwei Stücke werden nun übereinander mit Tesa-Film am Objektiv befestigt.

Nun kann es losgehen. Mit Stativ die Kamera auf eine Landschaft richten (möglichst Windstill sollte es sein). Ein Blatt weißes Papier oder eine Graukarte ins Bild halten und einen manuellen Weißabgleich durchführen, damit man ein schwarz-weiss Bild erhält.
Beim Fokus aufpassen! Es kann sein das die Kamera nicht scharf stellen kann. Dann muss man manuell fokussieren. Meiner Erfahrung nach reduziert sich die Entfernungseinstellung mit dem IR-Filter erheblich, oft musste ich 1 bis 2 Meter statt unendlich einstellen, damit das Bild richtig scharf wurde.
Die Bilder sollten anschliessend in einem Bildbearbeitungsprogram nachbearbeitet werden (Tonwertkorrektur etc.). Man kann durch geringes Einfärben, den Bildern unterschiedliche "Temperaturen" und damit Stimmungen verleihen. Etwas ins Blaue verschoben, wirken die Aufnahmen noch kälter.
Hier einige Bilder die ich mit meiner Canon Powershot A85 gemacht habe:
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Verwendet man nur eine Lage des Diafilms als Filter, kommt mehr Licht aus dem nahen Infrarot/Sichtbarem Licht durch und das Grün der Blätter wird Rot:
Kommentare
Geniale Idee
Re: Geniale Idee