Benutzt man die Google Custom Search Engine (CSE) für die Suche innerhalb der eigenen Webseite, so bekommt man nicht immer einen Überblick über die verwendeten Suchbegriffe mit denen Besucher in der Seite suchen. Die CSE bietet zwar eine Statistik, doch sind dort Suchbegriffe oft nicht einsehbar (wird die Suche nur selten benutzt, zeigt Google keine "populären" Suchbegriffe an).
Da aber die internen Suchbegriffe wichtige Auskünfte über eventuelle Probleme der Webseite vermitteln können, möchte man diese natürlich auch erfassen. Mit zusätzlichen Filtern in Google Analytics ist dies möglich.
Die Google Custom Search Engine hat nicht nur den Vorteil der von Google gewohnten Suchqualität, darüber hinaus kann man durch das zuschaltbare Einbinden von Google Adsense eine zusätzliche Einnahmequelle nutzen.
In den Einstellungen der CSE findet man unter Code die Quelltexte um die CSE in eine Webseite zu integrieren. Ich verwende die Möglichkeit die Suchrgebnisse über ein IFRAME auf meiner Webseite einzubinden. Dafür wird der Suchfeld-Code und zusätzlich der Code für die Suchergebnisse auf einer extra dafür angelegten Seite (/results) integriert. Das CSE Suchformular leitet die Anfrage dann an diese Seite weiter. Dort werden die Suchergebnisse über in einem IFRAME geladen.

Durch die seperate Suchergebnisseite innerhalb der Domain wird eine Erfassung der Anfrage-URI ermöglicht, da Suchstring und weitere Parameter in der URL übermittelt werden. Die URL einer Suchergebnisseite sieht beispielsweise so aus:
http://naschkontrolle.de/results?cx=006079506770041695017%3A6vctxoh7 -ck&cof=FORID%3A10&as_q=Foto+Natur#1239
Der Suchstring wird bei mir mit der Variablen "as_q" übergeben.1
Google Analytics zeigt nun alle Suchanfrage-URLs unter Content an. Allerdings kann man die in der URL übermittelten Suchstrings nicht erkennen, da sie zu lang ist. Auch mit Tooltip kann man oft nur einen kleinen Teil des Suchstrings erkennen. Abhilfe schaffen zwei zusätzliche Filter in Google Analytics, die im folgenden erstellt werden.

Man legt als erstes in den Analytics-Einstellungen ein neues Profil für die schon vorhandene Webseite an.
Neu angelegte Filter wirken sich sowieso nicht auf zurückliegende Daten aus, deshalb schadet es nicht ein neues Profil anzulegen. Falls man bei der Erstellung eines Filters Fehler macht, können so keine Daten verlohren gehen.
Es wird ein Benutzerdefinierter Filter / Erweitert wie folgt erstellt:
Der Filter legt die Anforderungs-URI in das Benutzerdefinierte Feld 1 ab, und zwar nur, wenn die Anforderungs-URI mit result beginnt (z.B. /results?cx=0067...)
Als nächstes wird der zweite erweiterte, benutzerdefinierte Filter erstellt:
Dieser Filter extrahiert aus dem zuvor erstellten Benutzerdefinierten Feld 1, den Suchstring und überschreibt die Anforderungs-URI mit "results" und dem Suchstring. Benutzt man den Standard-Suchcode, muss man natürlich q statt as_q verwenden (siehe 1.).
Als Ergebnis werden nun die unübersichtlichen Suchergebnis-URLs mit den Suchstrings ersetzt. Man sieht auf den ersten Bilck wonach die Besucher auf der Webseite suchen. Voila!

Inspiriert durch: Wirklich eingetippte Keywords für AdWords Kampagnen sichtbar machen
Mittlerweile ist das Ganze recht überflüssig geworden, denn Google Analytics bietet jetzt von Haus aus eine Möglichkeit an die webseiteninterne Suche auszuwerten:
Unter "Analytics-Einstellungen > Profileinstellungen > Profilinformationen bearbeiten" kann man den Suchparameter (z. B."q") angeben, aus welchem dann die Suchterme extrahiert werden. Man braucht also keine Filter mehr anlegen.
Den Bericht dazu findet man unter "Content" - "Website-Suche"
Kommentare
Danke!